23. August 2016

Projekt

Über mich
Wer die Frau hinter dem Projekt ist.

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Als Expertin für Personalentwicklung bin ich zertifizierter systemischer Coach und Organisationsberater. Seit fast 10 Jahren unterstütze ich Menschen in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen.

Geboren 1985 in Emsdetten bei Münster, studierte ich nach dem Abitur Wirtschaftspsychologie und Organizational Management. Bis zu meinem Projektstart arbeitete ich für verschiedene namhafte Unternehmen im Bereich Personalentwicklung. Darüber hinaus sammelte ich internationale Erfahrung als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität sowie als Coach in einer international agierenden Unternehmensberatung. Seit 2013 bin ich als selbstständiger Coach und Berater tätig.

All diese Erfahrungen kommen mir heute zu Gute, wenn es darum geht, das Thema „Vertrauen“ mit dem nötigen Feingefühl zu erforschen, denn jeder von uns hat seine ganz persönliche Geschichte dazu.

Mein Vorhaben
Wie ich dem Geheimnis von Vertrauen auf den Grund gehe.

Im Sommer 2016 lehnte ich eine angebotene Führungsposition ab, kündigte meine Job und gab meine geliebte Wohnung in meiner Wahlheimat Münster auf. Und das nur aus einem Grund: um mich international auf die Suche nach Vertrauen und dem Geheimnis dahinter zu machen. Mein Vorhaben: In 12 Monaten werde ich 12 Länder auf 6 Kontinenten bereisen, um Menschen verschiedener Nationalitäten zu ihrer Sicht auf Vertrauen zu interviewen. Ganz nach dem Motto: Wer über Vertrauen schreiben will, sollte auch in Vorleistung gehen, reise ich alleine um die Welt. Auf meinen Reisen besuche ich auch Länder, in denen gegenseitiges Misstrauen an der Tagesordnung ist. Darüber hinaus stelle ich mich in jedem Land einem ganz persönlichen Vertrauensexperiment. So z.B. werde ich ein Land per Anhalter bereisen, bei mir völlig fremden Menschen übernachten und meinen ersten Fallschirmsprung im Tandem machen. Die Experimente, meine Erlebnisse und die Ergebnisse lasse ich in mein Projekt einfließen. Um die Interviews, meine persönlichen Eindrücke und die besondere Stimmung jedes Landes zu dokumentieren, bin ich mit Kamera und Mikrofon unterwegs. Und nicht nur das. Die Erkenntnisse aus über 300 (geplanten) Interviews sowie meine persönlichen Erlebnisse werde ich anschließend in einem Buch zusammenfassen, damit auch Sie an dieser Entdeckungsreise teilhaben können.

Der Anlass
Warum Vertrauen kein „nice to have“ ist.

Vertrauen ist in unserer heutigen Zeit kein Luxus, sondern absolute Notwendigkeit. Das zeigen viele internationale Studien. Vertrauen trägt beispielsweise dazu bei, dass wir uns wohler fühlen, zufriedener sind und langfristig gesünder bleiben. Die Forschung zeigt außerdem, dass Unternehmen, in denen Mitarbeiter einander vertrauen, einen echten Wettbewerbsvorteil haben. Der Grund dafür: Vertrauen macht Organisationen produktiver, innovativer und somit langfristig erfolgreicher. Auch volkswirtschaftlich gesehen ist Vertrauen ein echter Wettbewerbsvorteil. Denn Länder, in denen die Bewohner einander im Durchschnitt eher vertrauen, sind nicht nur finanziell besser aufgestellt, sondern weisen auch eine geringere Korruptions- und Armutsquote auf. Und nicht nur das. Inwieweit die eigenen Landsleute einander vertrauen, spiegelt sich auch in der Gesellschaft eines Landes wider. Vertrauensstarke Länder zeigen beispielsweise eine geringere Gewaltbereitschaft, ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl und eine höhere Lebenszufriedenheit. Die Frage ist also nicht, ob wir uns leisten können, zu vertrauen, sondern eher, ob wir uns leisten können es nicht zu tun. Die Antwort liegt auf der Hand.

Schaut man sich hierzulande um, beklagen immer mehr Deutsche ein zunehmendes Misstrauen in der Gesellschaft. Wem können wir eigentlich noch trauen? Das ist eine Frage, die viele von uns sich mittlerweile stellen. Ob Medien, Politik oder Wirtschaft – sie alle machen es uns in dieser Zeit nicht gerade einfach in Sachen Vertrauen. Die meisten unserer Landesbewohner sind sich einig: Vertrauen ist in ein zunehmend schwieriges Unterfangen. Gleichzeitig wünscht sich aber der Großteil der Deutschen, wieder mehr vertrauen zu können. Bedarf ist also vorhanden, nur wie wir ihn stillen können, da herrscht mitunter kollektive Ratlosigkeit.

Mein Ziel
Was ich mit dem Projekt erreichen möchte.

Vor diesem Hintergrund möchte ich Ihnen Einblicke in andere Länder und Kulturen ermöglichen und zeigen, wie dort Vertrauen entsteht, wie es gelebt wird und nicht zuletzt, was wir von den Bewohnern anderer Länder lernen können. Denn wir Deutschen sind zwar vierfacher Weltmeister im Herrenfußball, wenn es allerdings um Vertrauen geht, da spielen wir eher in der 2. Liga. Und eines kann ich Ihnen bereits an dieser Stelle verraten: Es gibt ein paar universelle Tipps, die unabhängig von Kultur und Nationalität dazu beitragen, dass Menschen einander mehr vertrauen (können).

Mein Ziel: Ich möchte Sie in punkto Vertrauen inspirieren, neugierig machen und zum Experimentieren einladen. Warum? Damit auch Sie die Möglichkeit haben, ein bisschen besser in der zweitschönsten Sache der Welt zu werden – Vertrauen. Dafür teile ich mit Ihnen nicht nur die Erkenntnisse aus über 300 Interviews, sondern auch die schönsten und bewegendsten Geschichten sowie meine persönlichen Erlebnisse. Und wer weiß, vielleicht ist ja der eine oder andere Tipp für Sie dabei?! Erfahren Sie, wo wir uns in punkto Vertrauen von anderen Ländern ruhig eine Scheibe abschneiden können und begleiten Sie mich auf meiner Reise.

Die Herausforderung
Warum Vertrauen zu finden kein leichtes Unterfangen ist

Mein Vorhaben erinnert mich mitunter an ein Spiel, dass viele von uns aus Kindertagen kennen: Ich sehe was, was du nicht siehst. Der Grund: Vertrauen kann man weder sehen noch greifen. Hinzu kommt, dass wir es in den meisten Situationen nicht einmal bewusst tun. Und häufig denken wir erst darüber nach, wenn wir es verlieren. Zum Beispiel, wenn unsere Erwartungen enttäuscht oder Vereinbarungen nicht eingehalten werden. Gerade dann spüren wir die Bedeutung und den Stellenwert, den Vertrauen für uns hat, ganz deutlich. Da wir Vertrauen aber weder anfassen noch sehen können, ist die Suche danach oft eine echte Herausforderung. Häufig werde ich gefragt, ob mein Vorhaben nicht auch deshalb ein bisschen wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen ist. Ehrlich gesagt: nein. Denn die ersten meiner mittlerweile mehr als 70 Interviews haben mir Folgendes gezeigt: die meisten von uns haben eine sehr konkrete Vorstellung davon, was Vertrauen ist, wie es entsteht und warum es wichtig ist. Und nicht nur das: viele von uns würden gerne mehr vertrauen, nur wissen wir oft nicht, was wir dafür tun können und wie das geht. Und um das herauszufinden, mache ich mich auf die Reise. Seien Sie dabei und lassen Sie sich inspirieren!

Die Interviews
Wen ich für mein Projekt befrage

Zu meinen Gesprächspartner zählen sowohl Vertreter internationaler Unternehmen und Verbände, als auch Landesbewohner, deutschen Auswanderer und natürlich Experten zum Thema Vertrauen. Die Fragen, die mich dabei begleiten, sind unter anderem folgende: Was bedeutet Vertrauen? Wann vertrauen wir anderen – und wann nicht? Was haben wir davon, unseren Mitmenschen zu vertrauen? Und, da wir Deutschen nicht gerade Weltmeister darin sind, auch die Frage: Was können wir Deutschen in punkto Vertrauen eigentlich von anderen Ländern lernen? Am Ende meiner Reise werde ich über 300 Interviews mit Menschen aus 12 Ländern auf 6 Kontinenten geführt haben, um Ihnen Antworten auf diese Fragen zu geben.

Mein Vertrauen
Wie ich in punkto Vertrauen in Vorleistung gehe

Oft werde ich gefragt, wie es denn um mein eigenes Vertrauen steht. Schließlich scheine ich ein großes Interesse zu haben, mehr darüber zu erfahren und von anderen Ländern zu lernen. Für meine humorvolle Antwort darauf, greife ich immer wieder gerne auf zwei urdeutsche Redewendungen zurück. „Könnte schlimmer sein“ und „mehr geht ja bekanntlich immer“.;-) Aber mal im Erst: mein Vertrauen halte ich für sehr solide. Warum ich davon überzeugt bin? Mitte 2016 lehnte ich eine Führungsposition ab, kündigte meinen Job, gab meine Wohnung auf und ließ Freunde und Familie zurück. Und das alles, um meinem Herzen zu folgen, international über Vertrauen zu forschen und am Ende darüber ein Buch zu schreiben. Na, wenn das nicht Vertrauen pur ist!